Eindrückliche Reise in luftige Höhen

Am Samstagmorgen, 17. August, besammelten sich 25 Teilnehmer für den diesjährigen Vereinsausflug des Kirchenchors Hildisrieden. Pünktlich wurde die Reise mit dem Car Richtung Einsiedeln gestartet. Nach einer einstündigen Fahrt machten sich die imposanten Sprungschanzen von Einsiedeln mit ihren Türmen vor uns breit. Mancher war froh, im Car schon ein „Canärli “ zu sich genommen zu haben, brauchte es für einige doch etwas Mut, um den Sessellift in luftige Höhen zu besteigen. Im Panoramarestaurant der Sprungschanze konnte bei Kaffee und Gipfeli die schöne Aussicht über Einsiedeln und den Sihlsee genossen werden. In zwei Gruppen aufgeteilt, wurde kompetent viele interessante Informationen rund um das Skispringen, die Sprungschanze und deren Geschichte abgegeben. Eins zu eins konnte das Training der Junioren mitverfolgt werden. Allen wurde bewusst, dass das Skispringen nur etwas für mutige Leute sein kann.

Die Mittagszeit war schon angebrochen, als die Reise nach Gross, einem Ortsteil von Einsiedeln, fortgesetzt wurde. Nach einem kurzen Marsch wurde eine schöne Grillstelle erreicht. Während dem Apéro wurde das Feuer entfacht, bis dann bei bester Glut feine Grilladen auf dem Grill brutzelten. Frisch gestärkt durfte der Besuch in Einsiedeln nicht fehlen. In mehreren Kleingruppen wurde die Zeit individuell genutzt, das Klosterdorf zu besichtigen. Sei es bei einem Besuch in der Klosterkirche, deren kleinen Läden oder gemütlich in einem Strassenkaffee. 

Schon bald war es Zeit, die Rückreise nach Hildisrieden anzutreten, wo wir bei einem Abendessen den Tag ausklingen ließen. Mit schönen, eindrücklichen Erlebnissen kehrten die Kirchenchormitglieder früher oder später nach Hause zurück.

Innerschweizer Gesangfest in Hitzkirch

Am Samstag, 15. Juni 2019 hat der Kirchenchor Hildisrieden am Innerschweizer Gesangfest in Hitzkirch teilgenommen. Mit den Liedern

Bim Moonschyn
El cielo canta alegria!
La sera sper il lag
Dr Ätti

hat sich der Chor dem Wettbewerb gestellt und im anschliessenden Expertengespräch eine gute und positive Rückmeldung erhalten. Nebst dem eigenen Gesangsvortrag sowie dem Zuhören anderer Chorvorträge war vor allem auch die Geselligkeit ein wichtiger Teil des Festbesuchs.

Generalversammlung: Fünf neue Mitglieder

Am Freitagabend, 18. Januar 2019, fand im Restaurant Roten Löwen die 114. Generalversammlung des Kirchenchors statt. Die Präsidentin Manuela Elmiger konnte 25 aktive Mitglieder, den Präses Erich Hausheer, die Chorleiterin Luzia Vogelsang wie auch die Kirchmeierin Sandra Bründler begrüssen.

Die wichtigsten Ereignisse des letzten Jahres wurden in Wort und Bild noch einmal in Erinnerung gerufen. Der Höhepunkt des Jahres war sicher das weltliche Konzert im November, das unter dem Motto "Xang ond Klang" stand. Das abwechslungsreiche Programm kam beim Publikum bestens an. Auch für die Sänger/innen und rekordverdächtig vielen Gastsänger/innen des Chors, über sechzig an der Zahl, war das Konzert ein Erlebnis, welches noch lange in bester Erinnerung bleiben wird. Dreizehn Mal durften wir im letzten Jahr verschiedenste Gottesdienste umrahmen, zum Teil auch in Kleingruppen. Der zur Tradition gewordene Dreikönigshöck im Januar zeigte, dass es der Kirchenchor auch gerne gesellig hat.

Die Kassiererin Barbara Amrein erläuterte den Anwesenden die Rechnung. Diese fiel Dank dem Konzert sehr positiv aus. Leider mussten auch zwei Austrittsschreiben verlesen werden. Marie-Theres Luterbach verlässt den Chor nach über 40 Jahren Singen in einem Kirchenchor und Walter Schärli nach 30 Jahren Vereinstreue. Ihnen wurde für das Mitmachen mit einem Präsent herzlich gedankt. Gleichzeitig konnten Sepp Muff wie auch die "Jugendchörler" Sarina Meier, Silvana Masala, Fabiola Wyss und Roman Rüttimann neu in den Verein aufgenommen werden. Zwei Gastsängerinnen des Konzertes 2018 werden dieses Jahr noch "Chorluft" schnuppern. Wer weiss, vielleicht werden sie definitiv vom Vereinsvirus angesteckt.

Anschließend wurde der Vorstand, die Präsidentin und beide Rechnungsrevisoren für die nächsten vier Jahre wiedergewählt. Heidi Estermann, Regula Estermann und Walter Schärli wurden für 30 Jahre Kirchenchor geehrt. Edith Stirnimann, Beni Fleischli und Armin Troxler singen seit 20 Jahren aktiv im Verein mit. Toni Renggli wurde für 15 Jahre Treue die Ehrenmitgliedschaft erteilt. Allen wurde für ihr langjähriges Mitwirken im Chor ein kleines Präsent überreicht.

Der Präses Erich Hausheer dankte dem Chor für das Umrahmen während den Gottesdiensten und erläuterte, dass dies sehr geschätzt wird. Die Chorleiterin Luzia Vogelsang gab einen kurzen Ausblick ins neue Vereinsjahr. Nach dem vergangenen Jahr wird es im 2019 wieder etwas ruhiger werden. Schwerpunkt wird sicher die Teilnahme am Hitzkircher Gesangfest im Juni sein. Sandra Bründler, in Doppel Funktion als Vorstandsmittglied und Kirchmeierin, ergriff kurz das Wort und dankte dem Kirchenchor im Namen des Kirchenrates für seine Arbeit.

Die Präsidentin freut sich auf weitere musikalische und gesellige Stunden im nächsten Jahr und schloss in diesem Sinne die Generalversammlung.

Regula Estermann, Walter Schärli, Heidi Estermann
Edith Stirnimann und Beni Fleischli

«Xang und Klang» in der Pfarrkirche

Gemäss Zweijahres-Turnus konzertierte der Kirchenchor am 3. und 4. November 2018 in seiner musikalischen und spirituellen Heimat, der Pfarrkirche Hildisrieden. Das diesjährige Konzert durchbrach damit die Tradition, dass weltliche Konzerte im «Inpuls» durchgeführt werden. Doch dieser «Xang» entfaltete seinen «Klang» hervorragend in der zweimal vollen Kirche. Chorleiterin Luzia Vogelsang bot mit rund 70 Singfreudigen, bestehend aus Kirchenchor und dem Jugendchor, ein fast 90-minütiges abwechslungsreiches Programm.

Dabei war auch die Trachtengruppe Hildisrieden, welche die Lieder «Aabästärn», «Schweizer Quodlibet» und den Singplausch-Kanon im Chorraum und im Kirchengang tanzend mitgestaltete. Für die Begleitung einiger Lieder war Ursula Sulzer am Klavier verantwortlich. Beatrice Renkewitz gab bei den eher modernen, zeitgenössischen Liedern mit der Tuba den soliden Grund. Mit Norbert Zemp spielte sie auch zwei Alphornduette.

Aus dem ausserordentlich grossen Fundus vor allem der Vokalmusik der Schweiz pickte der Kirchenchor ein paar wunderschöne Rosinen heraus. Das Konzert begann im stark abgedunkelten Raum. Zwei Kleinformationen interpretierten auf der Empore das walliserdeutsche «Weischus dü» mit einem harmonisch warmen Ausdruck. Anschliessend folge das traditionelle Bündner Wiegenlied «Tuta nana tgu», glockenrein gesungen nur von Frauen. Vorn im Chorraum hatte sich der Jugendchor in einer kleinen Formation aufgestellt. Schon beim Intro war klar, dass nun etwas Emotionales folgen würde. Roman Rüttimann sang «Ich ha e Träne i mine Ouge», weil etwas nicht mehr so ist, wie es einmal war. Die jugendlichen Frauen stellten fest: «Du hesch e Träne». Der ergreifende Song von Florian Ast und Francine Jordi zog die Zuhörenden sofort in Bann. Das löste den ersten Applaus aus.

Nach der Begrüssung von Präsidentin Manuela Elmiger-Rüttimann trat zum ersten Mal der Gesamtchor im Chorraum mit «Aabästärn» auf. Spätestens beim Jodelpart, der von der Empore aus von einer Frauengruppe gesungen und vom Rest des Chores von vorn begleitet wurde, ging den meisten Besuchern ein Kribbeln durch den Körper.

Die Schweizer Musik mit ihren Liedern ist in Bewegung, in Entwicklung. Beispiele sind «Heiterefahne» von Trauffer, «Scharlachrot» von Patent Ochsner und «Charlotta» von Hecht. Diese drei Songs arrangierte die Chorleiterin Luzia Vogelsang. Rapper Bliggs «Manhatten», überzeugend dargeboten, vermochte ebenfalls das Publikum zu begeistern. «Luegid vo Bärge und Tal» ist im Chor bereits sehr verankert und beliebt. Das Arrangement von Mario Thürig brachte die Bergabendstimmung besonders schön zur Geltung. «Ranz des vaches» war beim Chor spürbar beliebt und die Stimmung des Chores erfüllte die Herzen der Zuhörenden. «La sera sper il lag» erzählt von einem Bergsee. Das Lied von Gion B. Casanova und Flurin Camathias wurde 2009 zum besten rätoromanischen Lied gekürt. Die tragische Geschichte des «Vreneli ab em Guggisbärg» berührte die Sängerinnen und Sänger sowie das Publikum gleichermassen. Das Vorsängerpaar Silvana Masala und Werner Bucher interpretierten das Lied in einer hervorragenden Qualität. «Üsere n Ätti isch e starche Ma, aber s’Müeti het gäng d’Hose aa», erzählten am Schluss die Sängerinnen und Sänger nach einer anspruchsvollen Bearbeitung von Elsbeth und Mario Thürig zur Komposition von Dodo Hug.

Das Konzert kam überzeugend herüber, machte Spass zum Singen und zum Zuhören. Die Standing Ovations waren ein riesiges Dankeschön an alle Mitwirkenden. Ein ehemaliger Sänger des Kirchenchors sagte: «Das ist das Beste, was der Kirchenchor je geboten hat.»