Generalversammlung: Fünf neue Mitglieder

Am Freitagabend, 18. Januar 2019, fand im Restaurant Roten Löwen die 114. Generalversammlung des Kirchenchors statt. Die Präsidentin Manuela Elmiger konnte 25 aktive Mitglieder, den Präses Erich Hausheer, die Chorleiterin Luzia Vogelsang wie auch die Kirchmeierin Sandra Bründler begrüssen.

Die wichtigsten Ereignisse des letzten Jahres wurden in Wort und Bild noch einmal in Erinnerung gerufen. Der Höhepunkt des Jahres war sicher das weltliche Konzert im November, das unter dem Motto "Xang ond Klang" stand. Das abwechslungsreiche Programm kam beim Publikum bestens an. Auch für die Sänger/innen und rekordverdächtig vielen Gastsänger/innen des Chors, über sechzig an der Zahl, war das Konzert ein Erlebnis, welches noch lange in bester Erinnerung bleiben wird. Dreizehn Mal durften wir im letzten Jahr verschiedenste Gottesdienste umrahmen, zum Teil auch in Kleingruppen. Der zur Tradition gewordene Dreikönigshöck im Januar zeigte, dass es der Kirchenchor auch gerne gesellig hat.

Die Kassiererin Barbara Amrein erläuterte den Anwesenden die Rechnung. Diese fiel Dank dem Konzert sehr positiv aus. Leider mussten auch zwei Austrittsschreiben verlesen werden. Marie-Theres Luterbach verlässt den Chor nach über 40 Jahren Singen in einem Kirchenchor und Walter Schärli nach 30 Jahren Vereinstreue. Ihnen wurde für das Mitmachen mit einem Präsent herzlich gedankt. Gleichzeitig konnten Sepp Muff wie auch die "Jugendchörler" Sarina Meier, Silvana Masala, Fabiola Wyss und Roman Rüttimann neu in den Verein aufgenommen werden. Zwei Gastsängerinnen des Konzertes 2018 werden dieses Jahr noch "Chorluft" schnuppern. Wer weiss, vielleicht werden sie definitiv vom Vereinsvirus angesteckt.

Anschließend wurde der Vorstand, die Präsidentin und beide Rechnungsrevisoren für die nächsten vier Jahre wiedergewählt. Heidi Estermann, Regula Estermann und Walter Schärli wurden für 30 Jahre Kirchenchor geehrt. Edith Stirnimann, Beni Fleischli und Armin Troxler singen seit 20 Jahren aktiv im Verein mit. Toni Renggli wurde für 15 Jahre Treue die Ehrenmitgliedschaft erteilt. Allen wurde für ihr langjähriges Mitwirken im Chor ein kleines Präsent überreicht.

Der Präses Erich Hausheer dankte dem Chor für das Umrahmen während den Gottesdiensten und erläuterte, dass dies sehr geschätzt wird. Die Chorleiterin Luzia Vogelsang gab einen kurzen Ausblick ins neue Vereinsjahr. Nach dem vergangenen Jahr wird es im 2019 wieder etwas ruhiger werden. Schwerpunkt wird sicher die Teilnahme am Hitzkircher Gesangfest im Juni sein. Sandra Bründler, in Doppel Funktion als Vorstandsmittglied und Kirchmeierin, ergriff kurz das Wort und dankte dem Kirchenchor im Namen des Kirchenrates für seine Arbeit.

Die Präsidentin freut sich auf weitere musikalische und gesellige Stunden im nächsten Jahr und schloss in diesem Sinne die Generalversammlung.

Regula Estermann, Walter Schärli, Heidi Estermann
Edith Stirnimann und Beni Fleischli

«Xang und Klang» in der Pfarrkirche

Gemäss Zweijahres-Turnus konzertierte der Kirchenchor am 3. und 4. November 2018 in seiner musikalischen und spirituellen Heimat, der Pfarrkirche Hildisrieden. Das diesjährige Konzert durchbrach damit die Tradition, dass weltliche Konzerte im «Inpuls» durchgeführt werden. Doch dieser «Xang» entfaltete seinen «Klang» hervorragend in der zweimal vollen Kirche. Chorleiterin Luzia Vogelsang bot mit rund 70 Singfreudigen, bestehend aus Kirchenchor und dem Jugendchor, ein fast 90-minütiges abwechslungsreiches Programm.

Dabei war auch die Trachtengruppe Hildisrieden, welche die Lieder «Aabästärn», «Schweizer Quodlibet» und den Singplausch-Kanon im Chorraum und im Kirchengang tanzend mitgestaltete. Für die Begleitung einiger Lieder war Ursula Sulzer am Klavier verantwortlich. Beatrice Renkewitz gab bei den eher modernen, zeitgenössischen Liedern mit der Tuba den soliden Grund. Mit Norbert Zemp spielte sie auch zwei Alphornduette.

Aus dem ausserordentlich grossen Fundus vor allem der Vokalmusik der Schweiz pickte der Kirchenchor ein paar wunderschöne Rosinen heraus. Das Konzert begann im stark abgedunkelten Raum. Zwei Kleinformationen interpretierten auf der Empore das walliserdeutsche «Weischus dü» mit einem harmonisch warmen Ausdruck. Anschliessend folge das traditionelle Bündner Wiegenlied «Tuta nana tgu», glockenrein gesungen nur von Frauen. Vorn im Chorraum hatte sich der Jugendchor in einer kleinen Formation aufgestellt. Schon beim Intro war klar, dass nun etwas Emotionales folgen würde. Roman Rüttimann sang «Ich ha e Träne i mine Ouge», weil etwas nicht mehr so ist, wie es einmal war. Die jugendlichen Frauen stellten fest: «Du hesch e Träne». Der ergreifende Song von Florian Ast und Francine Jordi zog die Zuhörenden sofort in Bann. Das löste den ersten Applaus aus.

Nach der Begrüssung von Präsidentin Manuela Elmiger-Rüttimann trat zum ersten Mal der Gesamtchor im Chorraum mit «Aabästärn» auf. Spätestens beim Jodelpart, der von der Empore aus von einer Frauengruppe gesungen und vom Rest des Chores von vorn begleitet wurde, ging den meisten Besuchern ein Kribbeln durch den Körper.

Die Schweizer Musik mit ihren Liedern ist in Bewegung, in Entwicklung. Beispiele sind «Heiterefahne» von Trauffer, «Scharlachrot» von Patent Ochsner und «Charlotta» von Hecht. Diese drei Songs arrangierte die Chorleiterin Luzia Vogelsang. Rapper Bliggs «Manhatten», überzeugend dargeboten, vermochte ebenfalls das Publikum zu begeistern. «Luegid vo Bärge und Tal» ist im Chor bereits sehr verankert und beliebt. Das Arrangement von Mario Thürig brachte die Bergabendstimmung besonders schön zur Geltung. «Ranz des vaches» war beim Chor spürbar beliebt und die Stimmung des Chores erfüllte die Herzen der Zuhörenden. «La sera sper il lag» erzählt von einem Bergsee. Das Lied von Gion B. Casanova und Flurin Camathias wurde 2009 zum besten rätoromanischen Lied gekürt. Die tragische Geschichte des «Vreneli ab em Guggisbärg» berührte die Sängerinnen und Sänger sowie das Publikum gleichermassen. Das Vorsängerpaar Silvana Masala und Werner Bucher interpretierten das Lied in einer hervorragenden Qualität. «Üsere n Ätti isch e starche Ma, aber s’Müeti het gäng d’Hose aa», erzählten am Schluss die Sängerinnen und Sänger nach einer anspruchsvollen Bearbeitung von Elsbeth und Mario Thürig zur Komposition von Dodo Hug.

Das Konzert kam überzeugend herüber, machte Spass zum Singen und zum Zuhören. Die Standing Ovations waren ein riesiges Dankeschön an alle Mitwirkenden. Ein ehemaliger Sänger des Kirchenchors sagte: «Das ist das Beste, was der Kirchenchor je geboten hat.»

Kirchenchor mit Gastsängern unterwegs

Am Samstag, 18. August 2018 traf sich der Kirchenchor Hildisrieden zu seinem wohlverdienten Ausflug. Mit dabei waren zahlreiche Gastsänger unseres Konzertes, das im Herbst folgt. Die Rucksäcke waren nicht nur mit dem Picknick, sondern auch mit diversen Kleidern für mögliche Wetterveränderungen vollgepackt.

Nach einer stündigen Fahrt durch das schöne Emmental, war der erste Halt in einem gemütlichen Landgasthof, wo uns Kaffee und Gipfeli offeriert wurden. Gut verpflegt sind schliesslich alle wieder in den Car eingestiegen um die weiteren Höhepunkte der Reise nicht zu verpassen. Über das Schwarzenburgerland via Plaffeien gelangte die ganze Gruppe durch die malerische Gegend an den schönen Schwarzsee. Jetzt hiess es als erstes wieder einmal die Beine zu vertreten. Die Rucksäcke geschulterten marschierten die meisten dem idyllischen Schwarzsee entlang. Schon nach kurzer Zeit erreichten die Chormitglieder eine für uns reservierte Grillstelle. Unser „Reise OK“ überraschte uns dort mit einem feinen Apéro und hatte auch schon ein Feuer entfacht. Die mitgebrachten Grilladen schmeckten nach dem aufgehobenen Feuerverbot noch besser als sonst. Es kamen die verschiedensten Ideen auf, wie man sich merken könnte, welche Servela auf dem vollbeladenen Rost die eigene sei!

Die Zeit ging wie im Flug vorbei und es hiess die zweite Strecke rund um den Schwarzsee zurück zu legen. Als die ganze Gruppe wieder komplett war, wurde die Reise nach Fribourg fortgesetzt. Dort begrüssten uns zwei Stadtführer. In der Kathedrale wurde spontan ein Lied zum Besten gegeben, bevor in zwei Gruppen die Führung fortgesetzt wurde. Diese Stadtführung war sehr kurzweilig und hat uns Fribourg mit seiner Geschichte, alten wie neuen Bauten näher gebracht. Das schöne, schwülwarme Wetter lud uns anschliessend ein, in verschiedenste Gartenrestaurants einzukehren. Gab es beim Bestellen auf Französisch doch einiges zu schmunzeln, bei uns wie auch beim Servicepersonal. Nach einer lustigen Runde hiess es Abschied nehmen um ein letztes Mal den Car zu besteigen, der uns sicher zurück nach Hildisrieden brachte

Im Restaurant Roter Löwen, stiessen noch daheimgebliebene Sänger/innen dazu um gemeinsam den tollen Tag bei einem feinen Nachtessen gemütlich ausklingen zu lassen.