«Xang und Klang» in der Pfarrkirche

Gemäss Zweijahres-Turnus konzertierte der Kirchenchor am 3. und 4. November 2018 in seiner musikalischen und spirituellen Heimat, der Pfarrkirche Hildisrieden. Das diesjährige Konzert durchbrach damit die Tradition, dass weltliche Konzerte im «Inpuls» durchgeführt werden. Doch dieser «Xang» entfaltete seinen «Klang» hervorragend in der zweimal vollen Kirche. Chorleiterin Luzia Vogelsang bot mit rund 70 Singfreudigen, bestehend aus Kirchenchor und dem Jugendchor, ein fast 90-minütiges abwechslungsreiches Programm.

Dabei war auch die Trachtengruppe Hildisrieden, welche die Lieder «Aabästärn», «Schweizer Quodlibet» und den Singplausch-Kanon im Chorraum und im Kirchengang tanzend mitgestaltete. Für die Begleitung einiger Lieder war Ursula Sulzer am Klavier verantwortlich. Beatrice Renkewitz gab bei den eher modernen, zeitgenössischen Liedern mit der Tuba den soliden Grund. Mit Norbert Zemp spielte sie auch zwei Alphornduette.

Aus dem ausserordentlich grossen Fundus vor allem der Vokalmusik der Schweiz pickte der Kirchenchor ein paar wunderschöne Rosinen heraus. Das Konzert begann im stark abgedunkelten Raum. Zwei Kleinformationen interpretierten auf der Empore das walliserdeutsche «Weischus dü» mit einem harmonisch warmen Ausdruck. Anschliessend folge das traditionelle Bündner Wiegenlied «Tuta nana tgu», glockenrein gesungen nur von Frauen. Vorn im Chorraum hatte sich der Jugendchor in einer kleinen Formation aufgestellt. Schon beim Intro war klar, dass nun etwas Emotionales folgen würde. Roman Rüttimann sang «Ich ha e Träne i mine Ouge», weil etwas nicht mehr so ist, wie es einmal war. Die jugendlichen Frauen stellten fest: «Du hesch e Träne». Der ergreifende Song von Florian Ast und Francine Jordi zog die Zuhörenden sofort in Bann. Das löste den ersten Applaus aus.

Nach der Begrüssung von Präsidentin Manuela Elmiger-Rüttimann trat zum ersten Mal der Gesamtchor im Chorraum mit «Aabästärn» auf. Spätestens beim Jodelpart, der von der Empore aus von einer Frauengruppe gesungen und vom Rest des Chores von vorn begleitet wurde, ging den meisten Besuchern ein Kribbeln durch den Körper.

Die Schweizer Musik mit ihren Liedern ist in Bewegung, in Entwicklung. Beispiele sind «Heiterefahne» von Trauffer, «Scharlachrot» von Patent Ochsner und «Charlotta» von Hecht. Diese drei Songs arrangierte die Chorleiterin Luzia Vogelsang. Rapper Bliggs «Manhatten», überzeugend dargeboten, vermochte ebenfalls das Publikum zu begeistern. «Luegid vo Bärge und Tal» ist im Chor bereits sehr verankert und beliebt. Das Arrangement von Mario Thürig brachte die Bergabendstimmung besonders schön zur Geltung. «Ranz des vaches» war beim Chor spürbar beliebt und die Stimmung des Chores erfüllte die Herzen der Zuhörenden. «La sera sper il lag» erzählt von einem Bergsee. Das Lied von Gion B. Casanova und Flurin Camathias wurde 2009 zum besten rätoromanischen Lied gekürt. Die tragische Geschichte des «Vreneli ab em Guggisbärg» berührte die Sängerinnen und Sänger sowie das Publikum gleichermassen. Das Vorsängerpaar Silvana Masala und Werner Bucher interpretierten das Lied in einer hervorragenden Qualität. «Üsere n Ätti isch e starche Ma, aber s’Müeti het gäng d’Hose aa», erzählten am Schluss die Sängerinnen und Sänger nach einer anspruchsvollen Bearbeitung von Elsbeth und Mario Thürig zur Komposition von Dodo Hug.

Das Konzert kam überzeugend herüber, machte Spass zum Singen und zum Zuhören. Die Standing Ovations waren ein riesiges Dankeschön an alle Mitwirkenden. Ein ehemaliger Sänger des Kirchenchors sagte: «Das ist das Beste, was der Kirchenchor je geboten hat.»

Kirchenchor mit Gastsängern unterwegs

Am Samstag, 18. August 2018 traf sich der Kirchenchor Hildisrieden zu seinem wohlverdienten Ausflug. Mit dabei waren zahlreiche Gastsänger unseres Konzertes, das im Herbst folgt. Die Rucksäcke waren nicht nur mit dem Picknick, sondern auch mit diversen Kleidern für mögliche Wetterveränderungen vollgepackt.

Nach einer stündigen Fahrt durch das schöne Emmental, war der erste Halt in einem gemütlichen Landgasthof, wo uns Kaffee und Gipfeli offeriert wurden. Gut verpflegt sind schliesslich alle wieder in den Car eingestiegen um die weiteren Höhepunkte der Reise nicht zu verpassen. Über das Schwarzenburgerland via Plaffeien gelangte die ganze Gruppe durch die malerische Gegend an den schönen Schwarzsee. Jetzt hiess es als erstes wieder einmal die Beine zu vertreten. Die Rucksäcke geschulterten marschierten die meisten dem idyllischen Schwarzsee entlang. Schon nach kurzer Zeit erreichten die Chormitglieder eine für uns reservierte Grillstelle. Unser „Reise OK“ überraschte uns dort mit einem feinen Apéro und hatte auch schon ein Feuer entfacht. Die mitgebrachten Grilladen schmeckten nach dem aufgehobenen Feuerverbot noch besser als sonst. Es kamen die verschiedensten Ideen auf, wie man sich merken könnte, welche Servela auf dem vollbeladenen Rost die eigene sei!

Die Zeit ging wie im Flug vorbei und es hiess die zweite Strecke rund um den Schwarzsee zurück zu legen. Als die ganze Gruppe wieder komplett war, wurde die Reise nach Fribourg fortgesetzt. Dort begrüssten uns zwei Stadtführer. In der Kathedrale wurde spontan ein Lied zum Besten gegeben, bevor in zwei Gruppen die Führung fortgesetzt wurde. Diese Stadtführung war sehr kurzweilig und hat uns Fribourg mit seiner Geschichte, alten wie neuen Bauten näher gebracht. Das schöne, schwülwarme Wetter lud uns anschliessend ein, in verschiedenste Gartenrestaurants einzukehren. Gab es beim Bestellen auf Französisch doch einiges zu schmunzeln, bei uns wie auch beim Servicepersonal. Nach einer lustigen Runde hiess es Abschied nehmen um ein letztes Mal den Car zu besteigen, der uns sicher zurück nach Hildisrieden brachte

Im Restaurant Roter Löwen, stiessen noch daheimgebliebene Sänger/innen dazu um gemeinsam den tollen Tag bei einem feinen Nachtessen gemütlich ausklingen zu lassen.

113. Generalversammlung

Präsidentenwechsel und viele geehrte Mitglieder

Am Freitagabend, 26. Januar 2018, versammelten sich die Mitglieder des Kirchenchors im Restaurant Löwen zur 113. Generalversammlung. Nebst 28 Aktivmitgliedern kann die Präsidentin Monika Furrer auch unseren neuen Präses Erich Hausheer und den Kirchmeier Urs Amrein begrüssen. Im speziellen werden die vier Jugendchörler, die uns unter dem Jahr tatkräftig unterstützen, erwähnt.

Die wichtigsten Stationen des vergangenen Jahres werden in Wort und Bild noch einmal in Erinnerung gerufen, sei es in musikalischer Sicht, der Fasnachtshöck, die Chilbi, der Präsestrunk, der Vereinsausflug ins nahegelegene Urnerland oder der vor kurzem durchgeführte Dreikönigshöck. Da kam immer wieder zum Ausdruck, dass der Kirchenchor ein geselliger Verein ist. Der Ausflug war dann auch die höchste Ausgabe, die die Kassiererin Manuela Elmiger in der Jahresrechnung zu verzeichnen hatte. In einem Nichtkonzertjahr macht die Kasse keine grossen Sprünge.

Leider musste der Chor zwei Austritte verzeichnen. Rita Banz verlässt den Chor nach 17 Jahren und Walter Gemperli nach 11 Jahren. Ihnen wurde für die langjährige Treue mit einem Präsent herzlich gedankt. Im Gegenzug durften Esther Klaus, Fabiola Jurt und unser abtretender Präses Werner Bucher als neue Mitglieder gewonnen werden. Leider mussten drei Demissionen im Vorstand verlesen werden. René Strübi stellt sein Amt als Joker und Vizepräsident nach sechs Jahren Vorstandsarbeit  zu Verfügung und wurde gebührend verabschiedet. Unsere Präsidentin, Monika Furrer leitete unser Vereinsschiff während 9 Jahren kompetent und mit viel Weitblick. Nur sehr ungern lassen wir dich ziehen! Werner Bucher wechselt vom Präses- zum Sängerstatus. Die Lücken im Vorstand konnten mit Manuela Elmiger (Präsidentin), Barbara Amrein (Kassiererin) Sandra Bründler (Vizepräsidentin/Beisitzerin) und Erich Hausheer (Präses) geschlossen werden. Mit grossem Applaus wurden alle im Vorstand und im neuen Amt willkommen geheissen.

Fünf Vereinsmitglieder dürften für ihr langjähriges, aktives Singen geehrt werden. Käthy Scheuber und Fredy Suter für 45 Jahre, Marie-Theres Luterbach für 35 Jahre, Oliver Rüttimann für 25 Jahre und Sandra Bründler erhielt die Ehrenurkunde für 15 Jahre Vereinstreue.

Der neue Präses Erich Hausheer dankt dem Kirchenchor für das gesungene Lob Gottes, das sei wie ein doppeltes Gebet. Einige Gottesdienste durften wir schon miteinander gestalten. Immer wieder sei er gespannt auf ein neues Miteinander. Der Höhepunkt im nächsten Vereinsjahr wird sicher das weltliche Konzert am 3./4. November 2018 sein. In diesem Zusammenhang freut sich die Chorleiterin Luzia Vogelsang auf abwechslungsreiche, tolle Proben. Auch der abtretende Kirchmeier, der nach Lösungen rang, um an der nächsten GV wieder dabei sein zu dürfen, dankte dem Chor im Namen des Kirchenrates. Die Präsidentin schliesst die 113. GV mit einem Irischen Segensspruch.

Der neue Vorstand
Die geehrten Mitglieder