Erstmals eine Frau als Kirchenchorpräses

Miriam Marti Zemp heisst die Frau Präses des Kirchenchores Ballwil. Miriam wir freuen uns mit dir in die Zukunft zu gehen.

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

230 Jahre Vereinstreue

Ehrung langjähriger Mitglieder am 8. Dezember durch die Kirchgemeinde Ballwil. Herzliche Gratulation allen Geehrten. Eure Treue ist unbezahlbar.  

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Abschied

10. Januar 2016
Abschied von Pater Christian, Präses des Kirchenchores Ballwil
Quelle:]Luzernerzeitung vom 09. Januar 2016

Die Pfarrei Ballwil verliert ihren Don Camillo

ABSCHIED ⋅ Er kam, sah und blieb eine halbe Ewigkeit: Dreissig Jahre lang war Pater Christian Lorenz Pfarrer von Ballwil. Morgen verabschieden die Seetaler einen feurigen Seelsorger.

Ganz am Schluss droht ihm noch die Dorfmusik. «Nein», ruft Pater Christian laut. Jugendarbeiter Aurel Bojescu versucht lächelnd zu beschwichtigen: «Nein!», bekräftigt der Pfarrer. Die Aufregung um seinen Abschied aus Ballwil ist ihm nicht geheuer. Ein Empfang durch die Dorfmusik nach dem Gottesdienst, gefolgt von einem Defilee durch die Dorfstrasse, wäre die unliebsame Krönung. Zugleich ist da dieser listig-treuherzige Blick: «Wenn es denn unbedingt sein muss ...», scheint er auszudrücken. Für andere macht Pater Christian fast alles – auch wenn es um ihn selbst geht.

Trouvaillen aus dreissig Jahren

Pater Christian kramt in Erinnerungen. Dynamisch und leicht nostalgisch zückt er Trouvaillen aus dreissig Jahren Pfarreigeschichte aus einer Tschifra, einem geflochtenen Rückenkorb aus seiner Walliser Heimat: Hier die Einladung für die Wallfahrt nach Flüeli-Ranft zum «Friedensfürsten» Bruder Klaus anno 1987. Dort der Flyer für Händels Messias, den der Kirchenchor 1997 intonierte, inklusive Tenorstimme des Pfarrers. Hier ein Foto der Eröffnung des nigelnagelneuen Pfadiheims von 2014. Und da, besonders schön, die Bilder der Kirchenglockenweihe von 2008: Inmitten brennender Hochöfen in einer Giesserei in Innsbruck fünfzig Ballwiler, vor ihnen – im Priestergewand, mit Weihwassersprinkler, lachend – ihr Pater, in der Mitte die neue Glocke.

1007 Kinder getauft

Eine ganze Generation von Ballwilern verband Kirche mit Pater Christian. In dreissig Jahren feierte er hier über 4000 Gottesdienste, taufte 1007 Kinder, traute 148 Paare und beerdigte 407 Menschen. Bei tragischen Todesfällen kam seine seelsorgerlich-mitfühlende Seite besonders zum Tragen: Pater Christian leistete intuitiv Notfallseelsorge, litt mit, tröstete. Unvergessen das Schicksal eines Bauern und Familienvaters, der eben die Treppen zu seinem frisch renovierten Haus hochstieg – und tot umkippte. «Ich kann mich noch genau erinnern», erzählt der Pfarrer, «es war der 22. Dezember 1995, alles war für Weihnachten vorbereitet. Ich fing die beiden kleinen Kinder ab, musste ihnen die schreckliche Nachricht überbringen.» Was man in einer solchen Situation als Seelsorger sagt? Tränen quellen aus Pater Christians Augen hervor. Die Antwort ist überflüssig.

Anfängliches Misstrauen

Eigentlich hatte der Ordensmann von der kleinen Gemeinschaft der Salettiner gar nicht vor, Pfarrer zu werden. Wie ein paar Mal in seinem Leben liess er sich treiben. Vor dreissig Jahren hatte ihn ein Lehrer der Sonderschule in Hohenrain, wo auch Pater Christian als Gehörlosenseelsorger und Religionslehrer arbeitete, in die damals zerstrittene Pfarrei gelockt. «Es war eine misstrauische Stimmung», erinnert sich der Ordensmann. Nur auf Bitten und Drängen des Lehrers stellte sich der Seelsorger lässig-locker einer Kampfwahl und wurde «zu meiner eigenen Überraschung» gewählt.

Anfangs hatte der Pfarrer Mühe, im Dorf Fuss zu fassen: «Die Ballwiler sind eher ein zurückhaltendes Völkchen», sagt der temperamentvolle Walliser. Teile des politisierten Kirchenrats intrigierte, bereits nach einem Jahr stellte er die Vertrauensfrage. Doch die Mehrheit war bereits derart angetan vom Mann mit dem zupackenden Charme, dass es seine Kritiker nicht einmal mehr wagten, sich ihm offen entgegenzustellen. Von da an standen die Türen offen. «Ich spürte zunehmend das Vertrauen der Leute und der Mitarbeiter. Ohne sie hätte ich die Arbeit hier nicht bewältigen können», schwärmt Pater Christian rückblickend.

Bildhafte Sprache

Christian Lorenz war den Ballwilern ein Seelsorger wie aus dem Bilderbuch – einer wie der legendäre italienische Filmpater Don Camillo: liebevoll, geerdet, kauzig, weder kirchenrechtlich verengt noch theologisch verbildet. Unter den Gehörlosen in Hohenrain und im heimischen Törbel – drei seiner neun Geschwister kamen mit einer Hörbehinderung zur Welt – legte er sich eine ausgesprochen bildhafte Sprache zu. Im Gottesdienst am Sonntag wird er die Trouvaillen aus der Tschifra symbolisch in eine grosse Holzuhr legen. «Die Zeit ist reif», lautet die Botschaft dazu.

Hand aufs Herz: War die Zeit nicht zu lang? Das Bistum rät Seelsorgern, spätestens nach zwölf Jahren die Stelle zu wechseln, um Verschleisserscheinungen vorzubeugen. Pater Christian zuckt mit den Schultern: «So lange es für alle erträglich war, gab es keinen Anlass, etwas zu ändern.» Einmal wollte er zwar wechseln, es klappte nicht, Gott hatte offenbar andere Pläne. Eines wusste der heute 67-Jährige aber stets: Den Pastoralraumprozess, der die Pfarreien von Ballwil, Eschenbach und Inwil strukturell vereinen wird, macht er nicht mehr mit. Seine Skepsis gegenüber der kirchlichen Grossreform, in der immer weniger Seelsorger für immer grössere Gebiete zuständig sind, verhehlte er nie. Eine Chance sieht er allerdings: «Ich hoffe, dass in Zukunft mündige Christen das Pfarreileben mehr und mehr selber gestalten.» Die Nachfolge von Christian Lorenz tritt Seppi Hodel ad interim an. Er ist gleichzeitig Pfarreileiter von Eschenbach.

Am liebsten würde sich der bescheidene Seelsorger Christian Lorenz sang-und klanglos verabschieden. Doch so einfach lassen ihn die Ballwiler nicht ziehen. Ob sich Pater Christian beim Konzert der Dorfmusik nach dem Gottesdienst wirklich in der Sakristei verstecken wird? Die Prognose sei gewagt: kaum.
 

Remo Wiegand

____________________________________________________________________________________________

Neu an der Orgel

Der neue Organist Chaim Glück stellt sich gleich selber vor:

Ich bin im Herbst 1989 geboren. Die Kindheit verbrachte ich in Bern. Dort früheste Kindheitserinnerungen an den Elfenaupark und viele Besuche der französischen Kirche, um die wundervolle Orgelmusik anzuhören.

In Meggen absolvierte ich die Primarschule. Als Viertklässler habe ich erste Orgelstunden bei Frau Katja Lassauer, einer Schülerin von Frau Monika Henking, genommen. Nach Übertritt in die Kantonsschule Alpenquai Luzern nahm ich Orgelstunden bei Frau Monika Henking an der Musikhochschule Luzern. 2005 erster Preis am schweizerischen Jugendmusikwettbewerb in Lugano für das Orgelspiel erhalten.

Nach der Matura Typus A 2008, Beginn des Biologie/Mikrobiologie Studiums an der ETH Zürich. Abschluss des Studiums mit Master-Auszeichnung 2013. Danach Studium der Musikwissenschaft an der Universität Zürich. Nebenher Orgelstunden am Konservatorium Fribourg für Orgelimprovisation bei Jean-Louis Feiertag. An Wochenenden und an Feiertagen regelmässiges musikalisches Begleiten des Gottesdienstes zusammen mit drei Schwestern, die Geige, Bratsche und Cello spielen, so z.B. im Kloster St. Anna/LU oder im Monastère de Montorge in Fribourg.

Ab August 2015 Beginn des Doktorats an der Universität Zürich.

Zum Schluss doch noch ein paar Worte dazu, warum ich mich freue, eine Organistenstelle in Ballwil anzutreten. In meinem Orgeleinsatz von Weihnachten in Ballwil konnte ich die angenehme Bekanntschaft mit verschiedenen  Leuten aus der Gemeinde machen. Da wurde mir auch berichtet, wie sehr die Singkultur im Dorf noch gepflegt wird. Da sagte ich mir, diese sympathischen Leute möchte ich mich mit meinem Orgelspiel unterstützen.

Chaim Glück als Organist von Ballwil eingesetzt

Am 21. Juni wurde Chaim Glück von Pater Christian  eingesetzt
Dabei musste er beweisen, dass er nicht nur das Spiel auf der Orgel beherrscht.
Beim anschliessenden Pfarreiapéro wurde mit Chaim Glück auf eine gute Zusammenarbeit in Ballwil angestossen.
 
Josef Estermann wird weiterhin auf der Orgel zu hören sein, da Chaim Glück aus beruflichen Gründen nicht alle Verpflichtungen übernehmen kann.
 

Chor 2015

Fulminanter Start des "Chores 2015"

91 Sängerinnen und Sänger  haben sich am 6. Mai zum Proben eingefunden. 
Ein wahrlich jubiläumswürdiger Chor dieser "Chor 2015"
W.A. Mozarts Krönungsmesse KV 317 ist im Gottesdienst vom 30. August um 10.00 Uhr in der Kirche Ballwil zu hören.
Steht dieser Termin schon in Ihrer Agenda?

Generalversammlung 2014

Kirchenchor Ballwil wird 100 Jahre alt

Das Jubiläum 100 Jahre Kirchenchor ist in Planung und der Höhepunkt wird am 30. August 2015 mit einem Festgottesdienst gefeiert.
Der Kirchenchorchor wird ergänzt mit Sängerinnen und Sängern aus der Bevölkerung und der Umgebung. Dazu kommen 4 Solostimmen und ein grosses Orchester. Der „Chor 2015“ singt die Krönungsmesse von W.A. Mozart.
 
An der 99. Generalversammlung vom 28. Januar 2014 im Restaurant Sternen führt Annemarie
Schwegler die 46 anwesenden Mitglieder kompetent durch die Versammlung. Erna Schärli verlässt den Vorstand nach sechs Jahren und Annemarie Burkart wird neu ins Gremium gewählt. Annemarie Burkart bringt grosse Führungserfahrung mit.

Der ganze Vorstand wird für eine weitere Amtsperiode mit grossem Applaus bestätigt. Die Vereinskasse, geführt von Esther Gasser, weist 2014 einen kleinen Verlust aus. Die beiden Revisoren Beat von Rickenbach und Robert Haas, in ihrem Amt ebenfalls neu bestätigt, empfehlen der Versammlung die Rechnung zu genehmigen.

Beim Traktandum „Diskussion und Abstimmung über den Austritt aus dem Kantonalverband Luzerner Chöre“ wird einem Antrag, den Entscheid zu vertagen, zugestimmt.

Acht Chormitglieder werden zusammen für 205 Jahren Treue zum Kirchenchor geehrt:

Gertrud Kiener 15 Jahre, Agnes Bättig, Bruno Manzocchi, Erna Schärli und Josef Zemp je 20 Jahre, Zita Kneubühler ist dem Chor 30 Jahre treu, Bernadette Schuler und Lisbeth Winiger sogar bereits 40 Jahre. Die Ehrenmitgliedschaft, welche nach 20 Jahren erteilt wird, erhalten neu Bruno Manzocchi, Agnes Bättig, Erna Schärli und Josef Zemp. Amüsant und humorvoll dürfen alle Geehrten ihre Laudatio mit einem Geschenk entgegen nehmen.

13 Sängerinnen und Sänger werden für fleissigen Probebesuch geehrt. Leider haben vier Mitglieder den Vereinsaustritt gegeben. Jeder Weggang eines Mitglieds ist ein schmerzhafter Verlust. Für den grossen, geleisteten Einsatz bei Gesang, Theater und geselligem Beisammensein wurde allen herzlich gedankt.

P. Christian dankt allen Sängerinnen und Sängern für den grossen Einsatz in Kirche und Gemeinde. Er bedauert die Vereinsaustritte und ermuntert gleichzeitig positiv in die Zukunft zu gehen. Ein Rezept, das sich bereits in den vergangenen 100 Vereinsjahren durchgesetzt hat.

Rosmarie Manzocchi (Bericht Seetaler Bote vom 05.02.2015)

_______________________________________________________________________________________________________

"Chor 2015"
Den Höhepunkt des Jubiläumsjahres feiern wir am Sonntag, 30. August 2015. In einem Festgottesdienst singen wir die Krönungsmesse KV 317 von Wolfgang Amadeus Mozart. Für diese Aufführung mit grossem Orchester möchten wir gerne unseren Chor mit Gastsängerinnen und Gastsängern verstärken.

Interessiert? Wir proben jeweils am Mittwochabend 20.00 Uhr im Probelokal des Gemeindehauses. Interessierten Sängerinnen und schickt Jenny Schenker, Aktuarin, (jenny.Schenker@bluewin.ch oder 041 910 15 36) gerne den Probeplan zu. Jede Stimme zählt!