Singen für Chormitglieder mit Zertifikatspflicht

Der Bundesrat hat am Freitag, 03. Dezember 2021 wieder schärfere Corona-Massnahmen beschlossen. Das Wichtigste für die Chöre: Das Singen im Gottesdienst wie auch Chorproben bleiben in der kommenden Zeit erlaubt, sind aber wieder mit Auflagen verbunden. Hier eine Auswahl der für die Kirchenchöre wichtigsten Bestimmungen. Die Massnahmen des Bundes gelten ab Montag, 06. Dezember 2021 und sind vorläufig bis 24. Januar 2022 befristet. Allfällige schärfere Bestimmungen der Kantone bleiben vorbehalten. Dies ist im Kanton Luzern momentan nicht der Fall.

Erweiterte Zertifikatspflicht

Die 3G-Zertifikatspflicht wird auf alle öffentlich zugänglichen Veranstaltungen in Innenräumen und auf alle kulturellen Aktivitäten von Laien in Innenräumen ausgeweitet. Dazu gehören insbesondere Chorproben, Konzerte oder die Durchführung Ihrer Generalversammlung. Insbesondere Chorproben, die bisher bis 30 Mitglieder ohne Zertifikatsbeschränkung noch möglich waren, sind inskünftig für Sängerinnen und Sänger ohne gültiges Covid-Zertifikat nicht mehr erlaubt.

Eine Ausnahme bildet die Durchführung religiöser Veranstaltungen wie Gottesdienste, Trauerfeiern etc. Bis 50 Personen ist weiterhin keine Zertifikatspflicht erforderlich.

Bei Veranstaltungen im Freien gilt die Zertifikatspflicht neu bereits ab 300 statt 1'000 Personen.

Für Veranstaltungen aller Art haben die zuständigen Verantwortlichen die generelle Einhaltung der Zertifikatspflicht sicherzustellen. Im Rahmen eines Schutzkonzepts sind dabei folgende Schutzmassnahmen zu beachten: Die Anbringung der Hygienemassnahmen, die Sicherstellung der Eingangskontrolle mit Zertifikatsprüfung und die Bezeichnung der für das Schutzkonzept verantwortlichen Person (wie bisher) sowie die Maskentragpflicht (neu).

Erweiterte Maskenpflicht

Die Maskenpflicht wird auf alle 3G-pflichtigen Veranstaltungen, die im Innern stattfinden, ausgeweitet. Davon sind insbesondere die Besucherinnen und Besucher von Konzerten und Gottesdiensten ab 50 Personen (trotz Zertifikat) in Ihren Pfarreien betroffen.

Nach den Vorgaben des BAG gilt für Freizeitaktivitäten grundsätzlich eine Maskentragpflicht. Chorsängerinnen und -sänger sind jedoch ausdrücklich von einer Maskenpflicht ausgenommen. Sie können, müssen jedoch nicht zwingend eine Maske tragen (aber über ein gültiges Covid-Zertifikat verfügen). Wenn sie keine Maske tragen, müssen die Kontaktdaten aller anwesenden Personen (z.B. in einem Gottesdienst) gesammelt werden, damit sie bei Bedarf rasch kontaktiert werden können. Grundsätzlich ist der Veranstalter (z.B. für die Chorprobe der Vorstand) für die Sammlung der Daten verantwortlich.

Keine Kapazitätsbeschränkungen mehr

Für alle zertifikatspflichtigen Veranstaltungen in Innenräumen gilt im Grundsatz keine Kapazitätsbeschränkung mehr. Es wird jedoch empfohlen, in Kirchen und Kapellen die Kapazität auf 2/3 der verfügbaren Plätze zu beschränken. Einzig Gottesdienste ohne Zertifikatspflicht sind – wie oben erwähnt – auf maximal 50 Personen begrenzt.

Möglichkeit zur Beschränkung auf 2G

Alle Veranstaltungen haben grundsätzlich neu die Möglichkeit, den Zutritt auf geimpfte und genesene Personen (2G) zu beschränken und infolgedessen auf eine Maskenpflicht zu verzichten. Die angepasste Prüf-App, um die Covid-Zertifikate auf 2G zu kontrollieren, steht ab 13. Dezember 2021 zur Verfügung. Es wird jedoch empfohlen, im kirchlichen Bereich davon nicht Gebrauch zu machen, um möglichst allen den Zugang zu kirchlichen Veranstaltungen zu ermöglichen.

Im Übrigen verweist der KKVL auf das aktualisierte FAQ Dokument des Bistum Basel vom 06.12.2021.

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