Singen im Gottesdienst mit Zertifikatspflicht

Der Bundesrat hat am Mittwoch, 08. September 2021 in vielen Bereichen die erweiterte Zertifikatspflicht beschlossen. Das Wichtigste für die Chöre: Das Singen im Gottesdienst bleibt auch in der kommenden Zeit erlaubt, ist aber wieder mit Auflagen verbunden. Hier eine Auswahl der für die Kirchenchöre wichtigsten Bestimmungen. Die Massnahmen gelten ab Montag, 13. September 2021, die vorläufig bis 24. Januar 2022 befristet sind.

Den Pfarreien steht es inskünftig offen, religiöse Veranstaltungen wie Gottesdienste mit oder ohne Zertifikatspflicht zu feiern.

Gottesdienste mit Zertifikatspflicht
Für Gottesdienste mit Zertifikatspflicht gelten ausser der Erarbeitung eines Schutzkonzepts (Hygienemassnahmen und Einlasskontrolle) keine Einschränkungen mehr (keine Maskenpflicht mehr, keine Abstände mehr, unbeschränkte Anzahl Gottesdienstbesucherinnen und -besucher möglich, in der Regel ab 50 Personen).

Die Kirchenchöre können die Gottesdienste wieder uneingeschränkt mitgestalten. Auch Einsätze im Chorraum der Kirche sind wieder möglich. Der KKVL empfiehlt den Seelsorgerinnen und Seelsorgern, dass sie ihrem Kirchenchor Möglichkeiten zur Mitgestaltung in Gottesdiensten mit Zertifikat ermöglichen, wenn die Chöre endlich wieder singen dürfen! Es müssen jedoch alle im Gottesdienst mitwirkenden Personen, die nicht in einem Arbeitsverhältnis zur Kirchgemeinde stehen, zwingend ein Zertifikat vorweisen können. Dazu gehören auch alle Sängerinnen und Sänger in den Kirchenchören dazu. Es gilt zu prüfen, ob die Kirchgemeinden allenfalls bereit sind, im Einzelfall die ab 01.10.2021 anfallenden Kosten für einen Covid-Antigen-Schnelltest nicht geimpfter Chormitglieder zu übernehmen.

Gottesdienste ohne Zertifikatspflicht
Gottesdienste ohne Zertifikatspflicht sind auf 50 Personen beschränkt. Darin sind alle im Gottesdienst mitwirkenden Personen bereits eingerechnet (SeelsorgerIn, SakristanIn, OrganistIn, Mitglieder des Kirchenchores). Die bisherigen Schutzmassnahmen (Maskentragpflicht, Abstand einhalten etc.) bleiben nicht nur bestehen, sie werden gar um die Erhebung der Kontaktdaten der anwesenden Mitfeiernden erweitert.

Die Mitwirkung des Kirchenchores ist in diesen Gottesdiensten grundsätzlich möglich, aber eher theoretischer Natur. Die Einsätze bleiben auf Empore und Seitenschiff beschränkt.

Veranstaltungen in Innenräumen
Für Veranstaltungen aller Art wie z.B. die Durchführung einer Generalversammlung, eines Konzerts oder eines Chlaus-Abends gilt ab 30 Personen die generelle Einhaltung der Zertifikatspflicht. Im Rahmen eines Schutzkonzepts sind dabei nur noch folgende Schutzmassnahmen zu beachten: Die Anbringung der Hygienemassnahmen an einem für alle gut sichtbaren Ort, die Sicherstellung der Eingangskontrolle mit Zertifikatsprüfung und die Bezeichnung der für das Schutzkonzept verantwortlichen Person.

Chorproben
Chorproben gelten ebenso als Veranstaltungen.

Wenn die Chorproben mit Zertifikatszugangsbeschränkung durchführt werden, gelten keine Einschränkungen mehr. Die Zertifikatspflicht kann jedoch nicht durch eine andere Massnahme ersetzt werden.

Chorproben ohne Zertifikatszugangsbeschränkung sind auf 30 Chormitglieder beschränkt! Im weiteren gelten die bisherigen Massnahmen wie Abstand einhalten oder Maske, gut lüften. Der KKVL empfiehlt grösseren Chören in diesen Fällen, allenfalls vermehrt Registerproben einzuplanen.

Im Übrigen verweist der KKVL auf das aktualisierte FAQ Dokument des Bistum Basel vom 11.09.2021 sowie auf die aktuellen Infos des Schweiz. Task Force Chors.

Vorstand KKVL

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